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Deutsch als Zweitsprache

Das Problem

Eine der grundlegenden Herausforderungen für ausländische Gefangene liegt in der Sprachbarriere. Konflikte, die aus religiösen und kulturellen Unterschieden sowie dysfunktionalen Sozialbeziehungen entstehen, werden durch mangelhafte Kommunikation verschärft. Fehlende Sprachfertigkeiten verstärken das Gefühl von Isolation und Frustration und verhindern einen effektiven Rechtsschutz für Gefangene. Weiterhin ist eine Teilnahme an den Resozialisierungsangeboten im Gefängnis ohne die Sprache zu beherrschen kaum möglich. Der seit Jahren steigende Ausländeranteil in der Gefangenenpopulation (36% im Bundesdurchschnitt und bis zu 50-60% in Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg) verschärft das Problem zunehmend. Umfassende wissenschaftliche Erhebungen über Sprachfertigkeiten und Sprachkursangebote in deutschen Gefängnissen liegen nicht vor.

“Gemeinsames Lernen” als Lösung

Wir planen in Kooperation mit den Berliner Universitäten Sprachkurse über die Einbindung von Lehramtsstudent*innen anzubieten. Alle angehenden Lehrer*innen müssen im Rahmen ihrer Ausbildung an Seminaren im Bereich Sprachbildung („Deutsch als Zweitsprache“) teilnehmen. Wir wollen über das Konzept des „Gemeinsamen Lernens“ auf einen Schlag den Mangel an Sprachkursen im Gefängnis und andererseits die unzureichenden Praxisangebote für angehende Lehrkräfte verbessern.

Vorbilder und Unterstützer

Wir stehen in Kontakt mit Prof. Dr. Daniela Caspari von der Freien Universität Berlin, die den Arbeitsbereich Deutsch als Zweitsprache/Sprachbildung leitet. Eine Realisierung des Projekts ist für den Sommer 2020 geplant.

In Kooperation mit:

Weitere Projekte: